colour of the day® – Farbe als Ausdruck, Wahrnehmung und Resonanz

Presse

colour of the day® ist eine Kunst- und Designserie der Münchner Designerin und Künstlerin Christina Schels. Im Mittelpunkt stehen Farbe als Ausdrucksmittel, abstrakte Farbsequenzen und die Frage, wie individuelle Wahrnehmung, Stimmung und visuelle Ordnung zusammenwirken.

Die Arbeiten knüpfen an die Tradition der Farbfeldmalerei an und verbinden gestalterische Klarheit mit emotionaler Resonanz. Werke aus der Serie sind Teil der Kunstsammlung der Allianz Deutschland AG.

Christina Schels, Dipl.-Designerin (FH), Künstlerin und Gründerin von colour of the day®

Christina Schels, Dipl.-Designerin (FH) – Gründerin von colour of the day®

Kurzprofil

Christina Schels ist Diplom-Designerin (FH) und Künstlerin aus München. Seit 1997 führt sie das büro schels für gestaltung mit Schwerpunkt Corporate Design. Mit colour of the day® erforscht sie die emotionale und visuelle Wirkung von Farbe in abstrakten Kompositionen.

Zur Arbeit von colour of the day®

Farben sind Schwingungen. Genauer gesagt: elektromagnetische Wellen mit Längen zwischen 380 (Violett) und 780 Nanometern (Rot). Die Frequenzen innerhalb dieses Spektrums nehmen wir mit Hilfe der Fotorezeptoren in unserer Netzhaut wahr – sie werden erst im Gehirn in das übersetzt, was wir Farben nennen.

Wenn wir die Welt als bunt bezeichnen, handelt es sich um eine subjektive Wahrnehmung. Zwar sorgen Erziehung und Konvention dafür, dass wir uns auf Bezeichnungen einigen – Gras ist grün, Blut ist rot, der Himmel ist blau. Doch niemand kann sicher sagen, was ein anderer sieht, wenn beide in denselben Himmel blicken.

Farben sind daher weit mehr als dekorative Elemente. Sie können Stimmungen ausdrücken, Emotionen auslösen und innere Zustände sichtbar machen. Die Wirkung von Farbe ist keine Metapher, sondern ein reales Zusammenspiel von Wahrnehmung, Resonanz und innerer „Gestimmtheit“.

Mitte des 20. Jahrhunderts begannen Künstler wie Mark Rothko, Barnett Newman oder Rupprecht Geiger, sich mit dieser elementaren Kraft von Farbe auseinanderzusetzen. Die Farbfeldmalerei befreite Farbe aus dem Korsett von Form und Inhalt. Wer sich einmal den Bildern Rothkos ausgesetzt hat, erkennt, welche Macht Farbe entfalten kann, wenn sie nichts mehr darstellen muss und nur sich selbst genügt.

Für die Designerin Christina Schels begann die intensive Beschäftigung mit Farbe als spielerische Beobachtung. Sie identifizierte täglich jene Farben, die ihre aktuelle Stimmung am besten widerspiegelten. Bald zeigte sich: Nicht nur Farben und ihre Kombinationen sind entscheidend, sondern auch deren Anordnung, Rhythmus und Verhältnis.

Aus Farben, Farbsequenzen und dem Bildformat im Verhältnis drei zu eins entstand der formale Rahmen von colour of the day®. Gerade aus diesem strengen, minimalistischen Prinzip entwickelt sich eine erstaunliche Vielfalt an Möglichkeiten und Stimmungen: harmonische Abfolgen, kontrastreiche Tableaus, ruhige Sequenzen oder expressive Akzente – potenziell in sämtlichen Farbtönen des Spektrums.

Diese Vielfalt entspricht der ebenso individuellen Art, wie Menschen Farben wahrnehmen. Fast jeder entdeckt dabei eine colour of the day®, die unmittelbar Resonanz erzeugt – jene eine Sequenz, die „ins Auge fällt“. Warum gerade diese? Warum morgen eine andere? Und warum werden messbare Wellenlängen plötzlich Good Vibrations? Vielleicht verläuft genau hier die feine Grenze zwischen Wahrnehmung und Welt.

Text: Christian Schwenkmaier, München

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